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Die
Erzeugung von Wärmeenergie für Heizung und Brauchwasser
geschieht heute vorwiegend durch die Verbrennung von fossilen
Brennstoffen. In Zeiten des preiswerten Einsatzes von Kohle,
Erdöl und Erdgas wurde im Rahmen einer CO2-Reduzierung über
alternative Energien zur Gebäudebeheizung bereits viel
nachgedacht und geforscht. Es fehlte aber wegen höherer
Investitionskosten stets der Anreiz, diese auch in großem
Maßstab einzusetzen.
Mit Umstrukturierung der globalen Märkte und zum Teil
sprunghaften Preisanstiegen bei herkömmlichen Brennstoffen
gewinnen die sogenannten regenerativen Energieträger zunehmend
an Bedeutung. Verfügbar sind heute vor allem Geothermie,
Solarenergie, Photovoltaik und Biomasseverwertung. Die
Geothermie genießt dabei eine herausragende Sonderstellung. Sie
ist bei richtiger Auslegung der Anlagenteile in höchstem Maße
umweltverträglich, ständig verfügbar und nach menschlichen
Maßstäben unerschöpflich. Oberflächennahe Geothermie- Systeme
mit einer oder mehreren vertikalen Bohrungen werden überwiegend
mit „Erdwärmesonden“ ausgerüstet, welche die Wärme im Untergrund
nutzen.
Die Erdwärmesonde ist ein vertikaler Erdreichwärmeübertrager und
Bestandteil eines geschlossenen Solekreislaufes, über welchen
eine Wärmepumpe betrieben wird. Sie entzieht dem Erdreich bzw.
dem Grundwasser über den Solekreislauf eine konstante Wärme und
leitet diese dann an das Heizsystem im Gebäude weiter. Aus 1
kW/h elektrischer Energie können bis zu 5 kW/h Nutzenergie
gewonnen werden (s. Abb.1 – „Energiebilanz“). Die Leistung der
Wärmepumpe wird dabei den Anforderungen des Gebäudes und der
Nutzer angepasst.
Erdwärmsonden werden je nach Wärmebedarf und geologischen
Verhältnissen in Längen von 20 bis 200 m eingebaut. Auch auf
kleineren Grundstücken findet sich meist genügend Platz für den
Einbau der Sonden. |